News

Iden des März?

Langjährige Börsianer, also Börsenteilnehmer über viele Dekaden, fühlen sich in die Jahre 1999/2000 zurückversetzt. Damals, bekannt als „Internetblase“, galt es als ausgemacht, dass es nur einen Weg gibt: den nach oben! Aktuell gibt es durchaus Parallelen, die den erfahrenen Börsianer vorsichtig agieren lässt. Damals wie heute wollen alle bei einem „Hype“ dabei sein…damals war es die einfache Interneteuphorie, jetzt ist es die Künstliche Intelligenz. Das Internet hat die Welt verändert, so wird es auch bei der KI sein. Dennoch gilt es, diese Entwicklung auch im Kontext mit der vorhandenen „Euphorieblase“ zu sehen. Der Mensch neigt immer wieder zu Übertreibungen und dies in beide Richtungen! Eine der letzten geplatzten Blasen war die im Bereich der Immobilien um die Jahreswende 2021/22. Meist dauert es dann sehr lange bis diese Preise wieder erreicht werden. Der Nasdaq 100 Index benötigte 17 Jahre um die Höchstwerte aus dem Jahr 2000 zu überschreiten! Es gibt aktuell viele Anzeichen, dass wir uns in einer neuen Blase befinden, es fehlt nur noch ein Hochpunkt, der zugegebenermaßen nur schlecht vorherzusagen ist. Viele neue Investoren, die keine oder wenig Börsenerfahrung haben, drängen auf den Markt und erwarten große Gewinne im neu entdeckten „Spielcasino Börse“! Stehen wir vor den „Iden des März“? Dieser Termin ist benannt nach der Ermordung Julius Cäsars im Jahr 44 vor Christus und war in den vergangenen Jahren oft ein Richtungswechsel an den Börsen. Trotz aller Warnzeichen ist es wichtig Signale der Märkte abzuwarten. Wir bleiben vorsichtig investiert um erst bei einem besseren Chance/Risiko-Verhältnis wieder zu investieren.